martial art, avant-garde.

Asia Training, 30. September 2011 (Kategorie: Allgemein, Artikel, Frauen und Männer)

Systema ATIMA

 martial art, avant garde.

Systema ATIMA, oder kurz ATIMA, ist eine lebendige Kampfkunst. Sie entstand aus dem Einklang der zugrundeliegenden Prinzipien mehrerer Kampf- und Bewegungslehren. Ihr ganzheitlicher Anspruch ist es, dem Trainierenden sowohl körperlich als auch mental zu größtmöglicher und anhaltender Bewegungsfähigkeit zu verhelfen.


Kern der Unterrichtsmethodik von ATIMA ist die Ermutigung zu spielerischem Erforschen eigenen und fremden Bewegungsverhaltens.

Das Spiel ist eine grundlegende menschliche Aktivität. Es setzt Kreativität frei, lässt Neues und Unbekanntes entstehen und führt zu individueller Persönlichkeitsentfaltung. Der spielerische, undogmatische Umgang mit Bewegung ist tragender Bestandteil des Trainingskonzeptes der Kampfkunst ATIMA. Er bietet dem Trainierenden den notwendigen Freiraum zur Entwicklung des ihm eigenen Bewegungspotentials.


Ein wichtiges Merkmal von ATIMA ist das Prinzip der vier ‚Säulen’: Atmung, Entspannung, Haltung und Bewegung. Diese vier werden im Training, wie auch darüber hinaus immer in direkte Verbindung zueinander gebracht. Die richtige Atmung ist die wichtigste Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit von Körper und Geist. Gerade auch in Bezug zur Selbstverteidigungsfähigkeit ist ihr größte Wichtigkeit beizumessen. Unvorhergesehene Extremsituationen führen schnell zu Atemnot. Der damit verbundene Sauerstoffmangel verkrampft Muskulatur, Nervensystem und Psyche. Ein entspanntes und angemessenes Agieren ist dann nicht mehr möglich.  In diversen Übungsszenarien lernt der ATIMA-Trainierende seine Atmung der körperlichen und psychischen Belastung situationsbedingt anzupassen. Er bleibt dadurch länger entspannt, bewahrt seine innere und äußere Haltung und bleibt körperlich wie geistig bewegungs- und reaktionsfähig.


Als weitere Grundbausteine des ATIMA-Trainings gelten die vielen, teils ungewöhnlich anmutenden Körperübungen. Diese stärken sehr schnell den ganzen Bewegungsapparat, die funktionale Kraft und die äußere Haltung. Geübt wird hier aufrechtes Gehen genauso wie sicheres Fallen, das Abrollen über Hindernisse, oder das Zu-Boden-Setzen und Aufstehen ohne Zuhilfenahme der Hände. In den vielfältigen Darstellungen möglicher und unmöglicher Alltagssituationen verbessert der ATIMA-Trainierende seine Bewegungsfähigkeit und Körperkontrolle. In Wechselwirkung mit bewusster, regelmäßiger Atmung führen diese Übungen bereits zum so wichtigen Gefühl für Kontinuität und Ökonomie der Bewegung.


Eine Besonderheit des Lernsystems ATIMA ist die Art und Weise mit der es Bewegung schult. ATIMA berücksichtigt die Einzigartigkeit des Übenden und folgt gleichzeitig den bestehenden Regeln menschlicher Körpermechanik. Im Partnertraining wird überwiegend mit langsamen bis mittlerem Tempo trainiert um ein körperliches ‚Verstehen’ unterschiedlichster Gegebenheiten zu erreichen. Die vermittelten Techniken und Bewegungsabläufe stützen sich dabei konsequent auf das natürliche Bewegungsverhalten der Trainierenden.


Die Kampfkunst ATIMA betont die Freiheit des individuellen Ausdrucks der ihr zugrundeliegenden Prinzipien. Gerade in Verbindung mit dem spielerischen Element ihrer Trainingsmethodik gewährleistet sie so Jedem zügige Lernfortschritte.

In kurzen und dadurch realistischen Stresstests werden regelmäßig Fälle einer akuten Bedrohung der eigenen körperlichen Unversehrtheit oder der Dritter nachgestellt. Diese Echtzeit-Simulationen sind wichtiger Bestandteil des Curriculums von Systema ATIMA. Sie bieten den Beteiligten die Möglichkeit, die neu erworbene Anpassungsfähigkeit und mentale Toleranz gegenüber äußeren Einflüssen ungefiltert zu erfahren.


Weit über die rein physische Wehrhaftigkeit hinaus, entwickelt ATIMA die Bereitschaft, Unerwartetes anzunehmen. ATIMA ist Körperschule für den Geist. Regelmäßiges Training sensibilisiert die gesamte Sinneswahrnehmung. Es stärkt die Fähigkeit, fremde Energien früher zu erkennen und ihnen gegebenenfalls entschlossen, aber auch unaufgeregt zu begegnen. ATIMA bringt ein neues Körperverständnis und führt dauerhaft zu mehr emotionaler Ausgeglichenheit.


Systema ATIMA steht in intensivem, freundschaftlichem Austausch mit Alex Kostic, dem Begründer von ‚Systema Homo Ludens’ und Kevin Secours, Leiter der ‚International Combat Systema Association’. Beide halten sich mehrmals jährlich in München auf, um das ATIMA in den verschiedensten Seminaren mit ihrem ‚know-how’ zu unterstützen. Unser Trainerteam unterzieht sich zudem im Privatunterricht der regelmäßigen Fortbildung bei diesen international bekannten Kampfkunst-Enthusiasten.





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